Hier sind nicht alle unsere Würfe aufgeführt, sondern nur die letzten seit
2000. Wir achten sehr auf die Verpaarungen hinsichtlich Charakter, Gesundheit
und natürlich besonders auf die Eigenschaften als Schlittenhund. In der Regel
besitzen wir beide Elternteile und können so gezielt den Deckakt auswählen.
Unsere Hunde sind alle ausnahmslos als Distance -Schlittenhunde von uns selbst
trainiert und laufen in verschiedenen Gespannen. Welpen werden nur an
Hundesportler - oder solche die es werden möchten - abgegeben. Wobei die
Sportart keine Rolle spielt. Huskies müssen bewegt, im Kopf beschäftigt werden
und brauchen unbedingt soziale Kontakte. Nur dann ist eine artgerechte Haltung
möglich.
Die einzigen Ausnahmen bei der gezielten Zucht sind die Würfe, die durch die
Übernahme von trächtigen Hündinnen entstanden sind. So wurden zum Beispiel schon
"kastrierte" Hündinnen bei mir abgegeben, die dann - oh Wunder - plötzlich 6
Junge auf die Welt brachten. Also schon trächtig zu uns kamen. Doch auch diese kleinen Wonnepropen genießen heute
eine schönes Leben.
Vom Welpen zum Hund
die Lebensphasen eines Huskies
1. und 2. Woche vegetative Phase
Angeborenes Verhaltensinventar von erster
Lebensminute an! Strampeln, Maulöffnen, Rufen, Kriechen, Suchpendeln,
Fellbohren, Milchtritt, Abstemmen, Lecksaugen, Geruchsprägung an Zitzen;
keine sozialen Kontakte, kein Umweltbezug, kein Lernen.
Augen und Ohren
sind geschlossen, Wärme- und Geruchssinn funktionieren eingeschränkt.
Frühstress durch selbstständige Suche nach dem Gesäuge und Wärmequellen
(Mutter und Geschwister) wichtig für die gesunde Entwicklung.
In der zweiten
Woche werden die Welpen das erste Mal entwurmt ...
3. Woche Übergangsphase
Riechleistung nimmt zu; Augen und Ohren öffnen
sich zwischen 9. und 16.Tag; Seh- und Hörfähigkeit zwischen 19. und 21. Tag.
Erster Umweltbezug, erstes Kennen lernen von Mutter und Geschwistern.
Kriechlaufen.
Erste Prägungsphase oder sensible Phase beginnt und geht bis
zur 8.Woche. Körperliche Entwicklung und Interesse an der Umwelt schreiten
fort. Optimale Prägung auf Artgenossen und Menschen erfolgt nur in dieser
Zeit! Umwelterlebnisse sind sehr wichtig!
4. bis 7. Woche Prägungsphase
Reifen der arteigenen Bewegungs- und
Ausdrucksweisen; volle Sinnesleistung. Durchbruch erster Milchzähne, feste
Nahrung zusätzlich. Neugierde und Lerntrieb, angeborene Lernbegabung; im
Vordergrund stehen Beißspiele, Kampfspiele, Bewegungsspiele. Erste
Eingliederung in die Gemeinschaft erfolgt über Prägungsvorgänge, ebenso die
erste Bindung an den Menschen. Hunde ohne menschliche Kontakte in dieser
Zeit bleiben für immer scheu! Erkunden der nahen Umgebung unter starker
Heimbindung. Absetzen zwischen Beginn der 7. und Ende der 8. Woche.
ab der
4. Woche kann zugefüttert werden und erneute Entwurmung - nun alle zwei
Wochen ...
8. bis 12. Woche Sozialisierungsphase
Weitere Entwicklung des Sozialverhaltens im
Spiel, häufigere Spiele des Nahrungserwerbs und erste Meutespiele, sexuelle
Spiele. Hundeeltern erziehen die Welpen. Erkunden der weiteren Umgebung,
geringere Heimbindung. Jetzt muss Mensch-Hund-Beziehung ausgebaut werden!
Welpen wenigstens kurzfristig von den Geschwistern trennen. Einführen in die
menschliche Umwelt. Erziehung zur Reinlichkeit. Erstes spielerisches
Lerntraining legt zukünftige Lernfreudigkeit fest. Aufbau der
"Mensch-Hunde-Meute", sonst bleibt der Hund mehr an die Hundekontakte
gebunden: Mensch als disziplinierter Meute- und Eltern-Kumpan.
erste
Impfung : 8. Woche
zweite Impfung : 12. Woche
13. bis 16. Woche Rangordnungsphase
Lösung von der Eltern- und Heimbindung im
Freileben. Weiteres Umherstreifen, Lausbubenalter. Austragen der Rangordnung
untereinander. Jetzt muss die Vorherrschaft des Menschen als Rudelführer
durchgesetzt werden. Übergang vom Spiel zum disziplinierten Verhalten.
Täglich 15 Minuten - kleine Gehorsamsübungen (Unterordnung) langsam
aufbauen.
Abgabe an neuen Besitzer ab der 12. Woche
5. bis 6. Monat Vorpubertätsphase
Neigung zur Selbständigkeit, oft
Erziehungsschwierigkeiten. Bildung fester Partnerbindungen.
Nun kann sich
eine Flegelphase anschließen. Ihre Fähigkeit als Rudelführer wird ständig
getestet. Prägungsphasen sind weitgehend abgeschlossen, vermeiden Sie
unerwünschte Erfolgserlebnisse (Jagderfolg, setzt sich gegen Menschen durch
...) Ihres Huskies. Bestehen Sie konsequent auf der Einhaltung geltender
Regeln und Grenzen.
7. bis ca. 12. Monat Pubertätsphase
Dauer ist rasseabhängig; mit erster Läufigkeit
der Hündin ist die Phase abgeschlossen. Beinheben beim Rüden, Deckfähigkeit
setzt ein.
Die wichtigsten Entwicklungsschritte sind abgeschlossen. Der
Hund kommt in die Pubertät und wird geschlechtsreif (Hündinen werden läufig,
Rüden beginnen Ihr Revier zu markieren). Die Pubertät kann von einer
erneuten Flegelphase begleitet werden. Manche Hunde werden vorübergehend
etwas vorsichtiger. Bleiben Sie in der Erziehung weiterhin beständig und
konsequent.
Beginn der Ausbildung
erste Gewöhnungen als Schlittenhund mit ca. 7
Monaten
1. Lebensjahr
Das Größenwachstum ist abgeschlossen, das Wesen
weitgehend geformt. Rundherum ausgewachsen ist der Husky aber erst mit etwas
2 Jahren. Lernbereitschaft und Unternehmungslust sind auch weiterhin
wichtige Elemente seines Lebens.
Der Husky ist nun viele Jahre im
Vollbesitz seiner Kräfte und will geistig und körperlich gefordert werden.
Tatendrang, Neugierde, Verspieltheit, hungrig nach sozialen Kontakten,
Lernbereitschaft und Interesse an seiner Umwelt werden auch in Zukunft
wichtige Elemente in seinem Leben sein.
Wer sich im ersten Lebensjahr viel Mühe mit seinem Hund gegeben hat, wird
für ihn jetzt ein überzeugender Rudelführer und Partner sein, der es in den
Augen eines Huskies wert ist - respektiert zu werden. Diesen Respekt müssen
sie sich wirklich bei ihm verdienen!
Wenn sie Ihren Schlittenhund ausbilden wollen, dann können sie das auch
tun. Aber sie werden immer ihre Persönlichkeit bewahren und sich nicht
schikanieren oder brechen lassen. Ungeeignet für ihren Nordischen ist
deshalb der Umgang oder die Ausbildung mit Drill und Zwang, wie man sie
leider immer noch auf vielen Hundeplätzen erleben kann. Dort wird ihr Husky
abblocken, jede Mitarbeit verweigern, verängstigt werden oder sich wehren.
Sie haben einen starken und ausgeprägten Charakter! Gute Kurse sind solche
in denen mit positiver Bestärkung - ohne unnötigen Zwang -, aber mit der
nötigen Konsequenz gearbeitet wird. Und - lernen Sie die Hundesprache - das
ist immens wichtig!
Der alte Husky
Wann ein Schlittenhund "alt" wird, hängt stark
von seiner Haltung ab. Ein unterforderter, überfütterter Husky wird
wesentlich schneller altern als ein artgerecht gehaltener Husky. Huskies die
mit mehr als zehn Jahren noch freudig vor dem Schlitten laufen sind keine
Seltenheit. Sie können 15 und mehr Jahre alt werden. Wenn Ihr Hund alt wird,
dann nehmen Sie Rücksicht auf seine geänderten Bedürfnisse und geben Sie ihm
vor allem weiterhin das, was er schon sein ganzes Leben gebraucht hat: Ihre
Liebe, er hat es sich bestimmt verdient.
Der Bewegungsdrang lässt nach ,
der Husky mag es "gemütlicher" und die Ernährung muss auf die geänderten
Bedürfnisse umgestellt werden.
Wir haben 13jährige Rüden, die noch gern im Gespann mitlaufen. Sie wollen
und können nur nicht mehr so schnell - doch die Ausdauer und Kraft ist noch
da ... Schlittenhunde müssen auch behutsam aus dem Gespann genommen werden -
wenn er den Eindruck bekommt überflüssig zu sein, wirkt sich das sehr
negativ auf sein seelisches Wohlbefinden aus - ich habe da sogar schon Hunde
- aus diesem Grund - "freiwillig" sterben sehen, obwohl sie sonst noch
gesund und fit waren ...