Das echte Gefühl ist wie ein Fluss, der im Sonnenschein dahin
fließt und später mit dem selben freudigen Murmeln die Dunkelheit der Nacht
durchquert ... (Weisheit der Cheyenne)
Schlittenhunderassen
Ein kurzer Überblick über
die bestehenden Hundeschlittenrassen
R a s s e n
Alaskan Husky:
Hündinnen und Rüden
dieser Rasse sind es, die sich auf den anspruchsvollsten Rennen
dieser Erde in die Siegerlisten eintragen. Es sind 'nordische
Hunde', die nicht zum Kreis der eingetragenen Schlittenhunde
zählen. Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und Widerstandsfähigkeit
sind die Hauptmerkmale dieser Tiere. Der 'desire to go' der
'Wille zum Laufen', ist bei diesen Tieren besonders stark
ausgeprägt.
Sibirian Husky:
Die Tschuktschen
züchteten in Sibirien diesen schnellen und sanftmütigen Hund.
Man sagt diesem verspielten und kräftigen Tier nach, daß er mehr
von einer Katze als von einem Hund habe. 1909 meldete ein
russischer Händler erstmals ein Sibirian-Husky-Gespann bei einem
Schlittenhunderennen in Alaska an. Die zierlichen Hunde liefen
dabei ungemein schnelle Zeiten. Als ausgeprägtes Rudeltier hat
der Sibirian Husky ein Gefühl für Rangordnung. Durch seine
äußere Erscheinung, oft mit blauen Augen 'gesegnet', wurde der
anmutige Schlittenhund (leider) manchmal schon als Modetier
angeschafft.
Grönländer:
Aufgrund der
unerbittlichen Auslese, die über ihn erging, ist er der
ungeschliffeneste unter allen Schlittenhunden, in manchen
Situationen reagiert er aber auch höchst sensibel. Man vermutet,
dass sich die im Sommer oft vernachlässigten Tiere fern jeder
menschlichen Einflussnahme auch in jüngerer Vergangenheit noch
mit ihren Urahnen Wolf gekreuzt haben. Wenn die anderen
Schlittenhunde braven Packpferden ähneln, so ist der Grönländer
ein 'Mustang'. Dass Grönländer in Spezialzeitschriften nicht
selten zum Verkauf angeboten werden, zeigt, dass einige
Schlittenhundeführer ihre eigene Autorität überschätzt haben.
R a s s e n
Malamute:
Als 'Lokomotive des
Hohen Nordens' wird diese Rasse oft tituliert. Kraft hat er
auch, der Malamute, der nach einem Indianerstamm im Nordwesten
Alaskas benannt wurde. Mit bis zu 64 Zentimeter Schulterhöhe und
einem Gewicht von bis zu 40 Kilogramm ähnelt er nicht selten
einem starkem Wolf. Durch seine Mähne wirkt der Malamute oft
etwas kompakt. Er gilt als anschmiegsam, intelligent und
verspielt. Bei Rennen erreicht er nicht die Geschwindigkeiten
seiner kleineren Vettern
Samojede:
Der 'arktische
Spitz' mit dem schneeweißen bis biskuitfarbenem Fell ist mehr
ein Traber denn ein Galopper. Durch seine nach oben gezogenen
Läfzen ('Samojedenlächeln') und seiner Zuneigung, die er
Menschen gegenüber zeigt, wirkt er extrem freundlich,
anschmiegsam und anziehend. Warum er mehr als andere Rassen auf
den Menschen fixiert ist? Man nimmt an, dass der Nomadenstamm
der Samojeden, die an der sibirischen Eismeerküste zwischen dem
Ural und dem Fluss Jenissei lebten, die Hunde zum Schlafen mit
in ihre Zelte aus Tierhäuten nahmen.