Warum soll man mit Gewalt rauben, was man
in Güte durch Freundschaft und Liebe viel einfacher erhalten kann? ... (Wahundsonacook
- Irokesse)
Planung unserer Rennen und das
dazugehörige Training
Hier wollen wir beschreiben, was wir in der jeweiligen kommenden Saison
an Aktivitäten planen und die Vorbereitungen dafür aufzeigen. Wir
wollen auch allen Interessierten unsere Erfahrungen aus dem Training
aufzeigen und Auswertungen aus dem vergangenen Jahr mit der
Vergleichsmöglichkeit zur aktuellen Zeit ermöglichen. Damit werden allerdings keine allgemeingültigen, für alle nutzbare
Richtlinien von uns aufgestellt sondern es soll mehr die Leistungsfähigkeit von
Schlittenhunden dokumentiert werden. Leider werden sehr viele dieser Hunde nicht
artgerecht gehalten, weil der am häufigsten gemachte Fehler in der Hundehaltung
leider auch vor dieser Rasse nicht halt macht: DIE VERMENSCHLICHUNG ...
In erster Linie bestimmen unsere Hunde(-typen) das
Training und in zweiter Linie bestimmen natürlich die gesteckten
Ziele den Aufwand dafür. Alles was wir tun, läuft auf der Basis
unserer 25jährigen internationalen Erfahrungen im Sprint, Middle-Distance und
Long-Trail in allen geografischen Gebieten und Wetterbedingungen sowie der in unserem Zwinger stehenden Hundetypen. Interessierte
können sich Anregungen holen, jedoch ist nicht alles eins zu eins übertragbar.
Dies bitte unbedingt beachten!
Wenn sie weitergehende Informationen zur Haltung und zum
Zughundesport haben möchten, dann können sie sich gern an uns wenden. Wir bieten
entsprechende individuelle Ausbildungsseminare zusammen mit Ihrem(n) Hund(en) an
und dort lernen sie nicht nur die Theorie sondern auch die Praxis.
In der Saison 2008/2009 sind wir mehr Sprintrennen gefahren und
haben an diversen Meisterschaften und internationalen Schlittenhunderennen recht erfolgreich
(1. bis 3. Platz) teilgenommen. Doch im Jahr 2010 sind wir endgültig und
ernsthaft zu unseren Wurzeln den Langstrecken zurück gekehrt. Unsere Hunde sind
auch wesentlich mehr für längere Distanzen geeignet und dann bin ich persönlich der
Meinung das Schlittenhundesport aus erheblich mehr als einem 3Km oder 5Km
Sprintrennen besteht. Ich sage ganz oft: "Ich will doch etwas länger fahren, als
ich zum Einspannen brauche". Damit jetzt aber keine Missverständnisse
aufkommen, sage ich gleich dazu, dass ich nichts gegen Sprintrennen habe oder
gar gegen Musher, die sich dieser Disziplin verschrieben haben. Nicht alle haben
die Hundetypen für Longtrail, nicht alle haben das Trainingsgebiet für Longtrail,
nicht alle wollen den Aufwand für Longtrailrennen betreiben
und auch nicht alle haben die Zeit und die Geduld sich auf ein Langstreckenrennen
vorzubereiten. Wir leben in Deutschland - dies darf nie vergessen werden und
jeder muss nach seinen Möglichkeiten trainieren und "seine" Hunde halten. Also
muss jeder seinen eigenen Weg suchen - das haben wir auch getan - doch nun zu
den wesentlichen Dingen ...
Für mehr Informationen über diesen Sport und der Vorbereitung
zum "Mushing" für Mensch und Tier
<<klicken Sie bitte hier>> und
<<und hier>>
um aktuelles aus unserem Leben mit den Hunden zu erfahren schauen sie
bitte in unser Tagebuch
<<klicken sie hier>>
Unsere Trainingsleistungen ab der Saison 2010/2011 - wir haben
unsere Saison immer von Juli bis Juni eingeteilt, weil wir so ein klareres und
vergleichbares Bild der Laufleistungen unter allen Wetterbedingungen erhalten.
Die unterschiedlichen Laufleistungen hängen mit dem Zeitmanagement,
Welpenaufzucht, Wetterbedingungen, Hunde kamen erst später zu uns und
wärmeempfindlichkeiten einzelner Hunde zusammen.
Saison 2011/2012

|
Trainingskilometer nach Monaten und Hund |
Name
Wurftag |
Alter in Jahren |
Juli 2011 |
August 2011 |
September 2011 |
Oktober 2011 |
November 2011 |
Dezember 2011 |
Januar 2012 |
Februar 2012 |
März 2012 |
April 2012 |
Mai 2012 |
Juni 2012 |
Saison 2011/2012 in Km |
Saison 2010/2011 in Km |
Gesamt 2010 - 2012 in Km |
Tala
30.09.2006 |
5,3 |
103 |
127 |
129 |
169 |
186 |
204 |
308 |
174 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.400 Km |
1.918 Km |
3.318 Km |
Akhemo
26.03.2008 |
3,9 |
103 |
100 |
109 |
153 |
182 |
278 |
209 |
166 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.300 Km |
1.965 Km |
3.265 Km |
Dakota
19.11.2009 |
2,2 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
83 |
0 |
0 |
0 |
0 |
83 Km |
0 Km |
83 Km |
Morpheus
15.01.2008 |
4,1 |
103 |
127 |
129 |
169 |
151 |
204 |
315 |
134 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.332 Km |
2.003 Km |
3.335 Km |
Weeko
12.10.2004 |
7,3 |
103 |
127 |
129 |
193 |
184 |
218 |
107 |
179 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.240 Km |
1.954 Km |
3.194 Km |
Bono
24.08.2008 |
3,4 |
110 |
129 |
134 |
171 |
188 |
192 |
75 |
127 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.126 Km |
1.495 Km |
2.621 Km |
Triebel
18.07.2007 |
4,5 |
68 |
70 |
134 |
171 |
188 |
192 |
84 |
123 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.030 Km |
1.379 Km |
2.409 Km |
Chinok
30.09.2006 |
5,3 |
110 |
129 |
128 |
171 |
149 |
248 |
296 |
143 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.374 Km |
1.758 Km |
3.132 Km |
Tatonka
30.09.2006 |
5,3 |
110 |
129 |
128 |
153 |
182 |
273 |
296 |
143 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.414 Km |
1.739 Km |
3.153 Km |
Lakota
30.09.2006 |
5,3 |
95 |
113 |
143 |
227 |
231 |
255 |
114 |
128 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.306 Km |
1.683 Km |
2.989 Km |
Cloud
11.07.2009 |
2,6 |
103 |
127 |
135 |
175 |
196 |
218 |
281 |
181 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.416 Km |
1.808 Km |
3.224 Km |
Inuk
19.11.2009 |
2,2 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
33 |
0 |
0 |
0 |
0 |
33 Km |
0 Km |
33 Km |
Louis
06.08.2006 |
5,5 |
80 |
132 |
141 |
271 |
236 |
255 |
314 |
231 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.660 Km |
1.804 Km |
3.464 Km |
Tozzy
26.03.2008 |
3,9 |
70 |
35 |
128 |
240 |
216 |
262 |
116 |
199 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.266 Km |
845 Km |
2.111 Km |
Akeela
26.03.2008 |
3,9 |
68 |
89 |
152 |
158 |
139 |
230 |
59 |
83 |
0 |
0 |
0 |
0 |
978 Km |
1.702 Km |
2.680 Km |
Lulu
24.06.2005 |
6,6 |
94 |
118 |
161 |
234 |
178 |
239 |
301 |
140 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.465 Km |
1.648 Km |
3.113 Km |
Kimba
15.09.2006 |
5,4 |
96 |
126 |
119 |
205 |
205 |
223 |
94 |
154 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.222 Km |
1.548 Km |
2.770 Km |
Akasha
26.03.2008 |
3,9 |
103 |
127 |
155 |
156 |
121 |
214 |
73 |
101 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.050 Km |
187 Km |
1.237 Km |
|
Ilug 03.06.2011 |
0,7 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
80 |
0 |
0 |
0 |
0 |
80 Km |
0 Km |
80 Km |
|
Andra 27.12.2007 |
4,1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
51 |
0 |
0 |
0 |
0 |
51 Km |
0 Km |
51 Km |
Bony
06.08.2010 |
1,5 |
12 |
163 |
162 |
209 |
216 |
285 |
109 |
203 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1.359 Km |
0 Km |
1.359 Km |
|
Durchschnittlich zu ziehendes Gewicht pro Hund: |
35,79 Kg |
|
Stand: |
21.02.2012 |
|
|
|
|
|
|
Weitere Einzelheiten zu unserem Training können Sie noch unserem
Tagebuch entnehmen (letzter Eintrag 21.02.2011) - bitte
<<schauen Sie dazu hier>>
das 16. Internationale Schlittenhundewagenrennen in Oberndorf (bei
Rothenburg/Tauber) am 05.11.2011 - 06.11.2011
Allgemeine Information zu dem Rennen: Oberndorf
ist ein Sprintrennen über 7,5 Km und wir fahren dieses aus Tradition. Das gehört
für uns einfach zum festen Bestandteil unserer Rennaktivitäten. Es ist für alle
(Teilnehmer und Zuschauer) optimal organisiert und dieses Rennen hat auch einen
guten Stellenwert bei Mushern.
Ergebnis:
Das Rennen war mit 110 Startern aus Deutschland, der Schweiz,
Tschechei und Österreich
und vielen namhaften Mushern sehr gut besetzt und alle konnten eine gute
Standortbestimmung für Ihre Hunde mitnehmen. Das Wetter war für die Zuschauer
hervorragend doch für die Hunde eher schlecht. Die Sonne kam heraus und es wurde
leider im Laufe des Tages sehr warm. Die Strecke wurde aus diesem Grund dann
auch verkürzt und das Rennen konnte gut zu ende gefahren werden.
Eddi Vogel ==> Dogscooter mit Louis und Tatonka ==> 2. Platz
Christiane Gotthardt ==> Klasse A NR mit Ramirez und Zappa im Lead ==> 3. Platz
(mit zwei 12jährigen Rüden im Lead!!)
Ralf Gotthardt ==> Klasse A NR mit Bono und Triebel im Lead ==> 1. Platz
Für unsere auf - Longtrailstrecken trainierte - Hunde ein sehr
gutes Ergebnis auf einem Sprintrennen und wir sind rundherum zufrieden. Denn wir befinden uns zum Einen schon in den
Vorbereitungen für das Longtrailrennen Sedivakuv Long mit seinen unheimlich
harten 12.000 Höhenmetern, Eddi ist sein erstes Rennen
gefahren und dann sind im Team von
Christiane unsere beiden 12
jährigen im Lead mit gelaufen. Auf deren 3. Platz bin ich
besonders stolz. Auf diesem Rennen habe ich auch wieder gesehen, das unser
Training greift und unser Hundetyp sich auf Sprintrennen keineswegs zu
verstecken braucht. Durch die Sprintrennen verliere ich allerdings zu viel
Kilometer für meine Vorbereitung auf das Sedivakuv Long und werde deshalb in
dieser Saison keine Sprintrennen mehr fahren. Die Sprintrennen gehen leider nur
über sehr kurze Distanzen und wenn ich an dem Wochenende zu Hause trainiere
fahre ich erheblich mehr (fast das 10Fache). Was ich sehen wollte (wie sich die
Hunde auf einem Stake-Out-Platz zeigen ...) konnte ich sehen.
| |
Team Christiane |
Team Eddi am Scooter |
Team Ralf |
|
Lead |
Ramirez |
Zappa |
Louis |
Tatonka |
Triebel |
Bono |
|
Swing |
Weeko |
Tozzy |
|
|
Bony |
Cloud |
|
Team |
Akhemo |
Akeela |
|
|
Tala |
Lakota |
|
Wheel |
Kimba |
Akasha |
|
|
Lulu |
Morpheus |
ein kleiner Rennbericht in unserem Tagebuch unter
http://www.globusline.de/Tagebuch2011.htm
Wir wollen ja 2013 nach Russland (das wird ein super tolles Abenteuer -
vor allem die Anreise mit dem Auto :-) - für uns und unsere Hunde) um dort das
Kevala-Rennen über 500 Km durch die Wildnis in Russisch-Karelien zu fahren und
so sehen wir für 2012 das Sedivakuv Long als weitere Vorbereitung an. Der
Aufwand für Longtrailrennen ist immens und die Planung sowie der
Trainingsaufwand nimmt unheimlich viel Zeit in Anspruch und leider auch sehr
viel Geld. So ist für uns das wichtigste Rennen der Saison das Sedivackuv long in der Tschechei. Darauf verwenden wir unser Hauptaugenmerk und
unser ganzes Training läuft auf dieses harte Rennen hinaus. Das erste Ziel bei
solchen Rennen ist das "Durchfahren" mit allen Hunden, sie gesund
wieder ins Ziel zu bringen und über Platzierungen machen wir uns noch gar keine Gedanken. Aber - man fährt nicht auf so ein Rennen und trainiert ein
ganzes Jahr darauf um sich dort zu blamieren ... wir haben gute Hunde,
trainieren hart und viel - also schauen wir mal ... 2011 waren es über 100
Starter und nur 38 haben es komplett durchgestanden - da war mein 9. Platz gar
nicht so schlecht :-) - 2012 ist das Rennen noch härter durch längere
Tagesetappen (bis zu 90 Km am Tag) doch wir stehen besser im Training als
2011 und unsere Rahmenbedingungen haben sich auch verbessert ...
Unsere Junghunde haben erheblich mehr Erfahrungen sammeln können und sind
aufgrund des höheren Alters natürlich auch wesentlich belastbarer geworden. Wir
können nun Hunde einsetzen, die wir im letzten Rennen noch zu Hause lassen
mussten. Die Vorbereitung der Hunde für solche Belastungen beträgt zwischen 2
und 5 Jahren in denen sie kontinuierlich aufgebaut werden müssen.
Zum Rennen:
Charakteristik des Rennens:
Schlittenhunde-Etappenrennen mit einem Pflichtbiwak über den Gebirgskamm des
Adlergebirges. Mit internationalem Starterfeld aus der Slowakei, Polen,
Deutschland, Osterreich, Schweiz, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Es
handelt sich um das längste Rennen der tschechischen Republik und gehört zu den
schwersten Rennen in Europa. Schon seit Jahren wird dieses Rennen als
Republikmeisterschaft im Longtrail gefahren und im Jahre 2004 war es als
Europameisterschaft für MID und LONG ausgeschrieben. Seit dem Jahr 2002 reiht
sich Sedivackuv long in die Serie der vier Rennen um den Titel des IRON SLED DOG
MAN (zwei dieser Rennen finden in Osterreich statt, das vierte in den Schweizer
Alpen).
Sedivackuv long ist organisatorisch sehr gut vorbereitet und auch in den
Medien gut vertreten. Das Rennen bietet allen Beteiligten (Hunden, Mushern,
Zuschauern, Organisatoren und auch Sponsoren) ein einzigartiges Erlebnis. Das
Rennen wird auch über das Radio, Fernsehen und Reportagen in der Presse
publiziert. Für Interessenten gibt es von den einzelnen Jahrgängen Videofilme.
Sedivackuv long hat auch eine eigene Internetseite auf der Sie alle
Informationen rund um das Rennen nachsehen können.
www.czechlongtrail.com . Diese Seite
wird laufend aktualisiert.
Informationen zum 16. Jahrgang:
Das klassische 4 Tages Rennen mit einem Pflichtbiwak mit einer Gesamtlänge von
240 km als tschechische Republikmeisterschaft 2012 und um den Titel des IRON
SLED DOG MAN 2012. Teil des Rennens ist auch eine Nachtetappe, die erst
nachmittags gestartet wird.
Termin:
24.- 28. Januar 2012
Jeden Tag wir eine “KO” Strecke mit kürzerer km Zahl angeboten.
Übernahme der Hunde:
24.01.2012 tierärztliche Übernahme der Hunde mit Chipkontrolle und eventuelle
Kontrolle der Reinrassigkeit nach FISTC bis 16:00 Uhr. Teams die nicht
rechtzeitig zur Übernahme anwesend sind dürfen nicht starten.
feierliche Eröffnung:
24.01.2012 ab 17:00 Uhr bei der Pension START Jedlova
Unterkunft:
In Eigenregie im Ort Destne.
Biwak:
auf einer Wiese beim Ort Orl Zahory auf tschechischer Seite. Auf dem Biwak ist
die Hilfe der Doghandler untersagt. Bei Nichteinhaltung dieser Regel erfolgt die
Disqualifikation des Teams. Gegenseitige Musherhilfe ist erlaubt.
Gesamtstreckenlänge:
240 km
Gewicht (Pflicht):
7 kg je Hund, maximal 70 km. (je nach Schneeverhältnissen)
Ausrüstung (Pflicht) im SChlitten:
- Booties- 4 Stuck je Hund
- Hundefutter je Hund 1 kg bei Ankunft im Ziel
- Futterschüsseln
- Ersatzgeschirre 2 Stuck
- Ersatzhalsbänder 2 Stuck
- Komplette Ersatzleinen je nach Gespanngrosse
- Erste Hilfe für mensch und Hund
- Kocher mit Topf (Volumen 1 Liter je Hund im Gespann)
- für alle nichtsibirischen Hunde im Team Hundemantel
- Schlittensack mit Transportmöglichkeit für 1 Hund bei einem Team bis 6 Hunde,
Platz für 2 Hunde bei einem Team ab 6 Hunden
- Stake out
- Essen für den Musher 2kg
- komplette Ersatzkleidung für den Musher
- Zelt oder Biwaksack
- Schlafsack, Isomatte
- Orientierungshilfen : Landkarte, Kompass oder GPS
- Reisepass oder Personalausweis
- gute Stirnlampe mit Leuchtdauer min. 5 Stunden + Ersatzbatterien
Kategorien Sedivackuv Long:
LT1, LT2, LTO, Pulka, OPEN (Für Hunde ohne FCI Papiere ohne Unterschied der
Teamgrosse) .
Skiering:mit entsprechender Notausrüstung und nur für erfahrene Skifahrer.
Rennablauf:
|
Tag |
Datum |
Uhrzeit |
Programm |
km 240 |
|
Di |
24.01.2012 |
ab 15:30 |
Unterhaltungsprogramm für Kinder |
|
| |
|
ab 16.00 |
tierärztliche Kontrolle der Hunde |
|
| |
|
ab 17:00 |
Eröffnungszeremonie |
|
| |
|
|
|
|
|
Mi |
25.01.2012 |
10:00-12:00 |
start |
65 km |
| |
|
ab 20:00 |
Musherabend mit Musik |
|
| |
|
|
|
|
|
Do |
26.01.2012 |
10:00-12:00 |
start |
55 km |
| |
|
ab
15:00 |
Einlauf Zwischenziel in Orlicke Zahori – Bedrichovka – obligatorische
Pflichtpause von 4 Stunden |
|
| |
|
ab 19:00 |
Start von Bedrichovka |
35 km |
| |
|
ab 21:00 |
Zieleinläufe (Kristyna) |
|
| |
|
|
|
|
|
Fr |
27.01.2012 |
ab 12:00 |
start |
55 km |
| |
|
|
Ankunft Biwakplatz in Orl. Zahoří |
|
| |
|
|
|
|
|
Sa |
28.01.2012 |
ab 07:00 |
start vom Biwakplatz |
35 km |
| |
|
|
Zieleinläufe ab 10:00 (Kristyna) |
|
| |
|
|
|
|
| |
|
ab
15:00 |
Abschlusszeremonie und Siegerehrung |
|
|
Every day possibility to shorten the Trail by
“KO” Stage. |
Ergebnis:
Wieder mussten viele Teams von der Wertung in die Tour wechseln. Das Rennen
ist seinem Ruf als eines der härtesten Rennen Mitteleuropas mehr als gerecht
geworden und ich bin Stolz nicht nur gefinisht zu haben sondern auch einen für
mich hervorragende 10. Platz in der schnellsten Kategorie erreicht zu haben. Bei
über 130 internationalen (Holland, Russland, Frankreich, Ungarn, Deutschland,
Österreich, Schweiz...) Startern eine für mich sehr befriedigende Leistung. Wer
mehr erfahren möchte, der kann meinen Rennbericht in unserem Tagebuch lesen.
Saison 2010/2011

|
Trainingskilometer nach Monaten |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Name
Wurftag |
Juli 2010 |
August 2010 |
September 2010 |
Oktober 2010 |
November 2010 |
Dezember 2010 |
Januar 2011 |
Februar 2011 |
März 2011 |
April 2011 |
Mai 2011 |
Juni 2011 |
Gesamt
Km |
Tala
30.09.2006 |
32 |
211 |
168 |
111 |
80 |
194 |
398 |
256 |
228 |
159 |
44 |
37 |
1918 Km |
Akhemo
26.03.2008 |
72 |
173 |
182 |
111 |
98 |
194 |
398 |
256 |
228 |
159 |
44 |
50 |
1965 Km |
Zappa
01.04.2000 |
67 |
225 |
168 |
111 |
80 |
176 |
382 |
256 |
228 |
159 |
30 |
32 |
1914 Km |
Morpheus
15.01.2008 |
72 |
219 |
182 |
129 |
98 |
194 |
360 |
256 |
228 |
159 |
44 |
62 |
2003 Km |
Weeko
12.10.2004 |
72 |
225 |
168 |
129 |
98 |
204 |
398 |
256 |
228 |
115 |
11 |
50 |
1954 Km |
|
Bono |
54 |
223 |
147 |
90 |
119 |
134 |
125 |
236 |
171 |
140 |
26 |
30 |
1495 Km |
Triebel
18.07.2007 |
38 |
223 |
172 |
74 |
130 |
109 |
115 |
176 |
146 |
140 |
26 |
30 |
1379 Km |
Chinok
30.09.2006 |
44 |
195 |
161 |
90 |
117 |
134 |
358 |
236 |
186 |
160 |
40 |
37 |
1758 Km |
Tatonka
30.09.2006 |
44 |
223 |
172 |
90 |
87 |
134 |
358 |
236 |
186 |
140 |
27 |
42 |
1739 Km |
Lakota
30.09.2006 |
55 |
254 |
133 |
87 |
101 |
134 |
315 |
236 |
171 |
140 |
27 |
30 |
1683 Km |
Cloud
11.07.2009 |
44 |
223 |
172 |
90 |
119 |
134 |
315 |
256 |
202 |
159 |
44 |
50 |
1808 Km |
Ramirez
01.04.2000 |
58 |
217 |
104 |
92 |
69 |
114 |
325 |
256 |
136 |
131 |
30 |
73 |
1605 Km |
Louis
06.08.2006 |
58 |
227 |
147 |
68 |
101 |
150 |
374 |
236 |
197 |
155 |
30 |
61 |
1804 Km |
Tozzy
26.03.2008 |
58 |
227 |
106 |
50 |
Welpen |
Welpen |
Welpen |
70 |
150 |
154 |
30 |
Welpen |
845 Km |
Akeela
26.03.2008 |
56 |
241 |
158 |
87 |
101 |
124 |
307 |
236 |
171 |
164 |
27 |
30 |
1702 Km |
Lulu
24.06.2005 |
10 |
35 |
181 |
129 |
98 |
204 |
388 |
236 |
171 |
140 |
26 |
30 |
1648 Km |
Kimba
15.09.2006 |
58 |
213 |
132 |
38 |
30 |
117 |
286 |
246 |
182 |
155 |
47 |
44 |
1548 Km |
Akasha
26.03.2008 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
100 |
37 |
50 |
187 Km |
Amitola
03.11.2010 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
20 |
20 Km |
Ituma
03.11.2010 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
20 |
20 Km |
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Durchschnittlich zu ziehendes Gewicht pro Hund: |
31,70 Kg |
|
Stand: |
30.06.2011 |
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Unsere Planung 2010/2011
Für uns das wichtigste Rennen der Saison ist das
Sedivackuv long in der Tschechei. Darauf verwenden wir unser Hauptaugenmerk und
unser ganzes Training läuft auf dieses harte Rennen hinaus. Das erste Ziel bei
solchen Rennen ist das "Durchfahren" und über Platzierungen machen wir uns noch
keine Gedanken. Aber - man fährt nicht auf so ein Rennen und trainiert ein
ganzes Jahr darauf um sich dort zu blamieren ... wir haben gute Hunde,
trainieren hart und viel - also schauen wir mal ...
Allgemeine Information zu dem Rennen: das
Sedivackuv long ist das längste Schlittenhunderennen in der Tschechischen
Republik und gehört zu den härtesten und anspruchsvollsten Schlittenhunde-Rennen
in Europa. Es ist ein 4-Tages-Etappen-Rennen in den Orlicke Bergen mit Biwak
(schlafen draußen im Schnee) und Nachtfahrt. Jedes Jahr nehmen Musher aus
Belgien, Tschechei, Dänemark. Frankreich, Holland, Deutschland, Österreich,
Slowenien und der Schweiz an diesem Rennen teil. Das Starterfeld für diesen
Longtrail ist also genauso anspruchsvoll wie der Trail selbst. Das Rennen ist
gleichzeitig als Tschechische Meisterschaft im Longtrail ausgeschrieben und war
2004 gleichzeitig als Europian championship in LONG and MD anerkannt. Seit 2002
ist das Sedivackuv long ein wesentlicher Bestandteil der drei extremen
Schlittenhunderennen zum Titel des IRON SLED DOG MAN. Teilnehmer aus dem letzten
Jahr haben mir berichtet, dass auf 130 Km Schneesturm wie in Alaska geherrscht hat
und Trailmarkierungen nicht mehr zu erkennen waren und du deinen Leithunden gut
vertrauen musstest. Dabei sind noch insgesamt ca. 9800 Höhenmeter zu überwinden
...
Das Sedivackuv Long bietet allen Teilnehmern an diesem Rennen - Hunde, Musher,
Offizielle, Organisatoren und Sponsoren - absolut außergewöhnliche und
extreme Erfahrungen. Für alle die nicht am Rennen teilnehmen oder dabei sein
können stehen ständig aktuelle Informationen auf der Internetseite
www.czechlongtrail.com
zur Verfügung. Dazu gehören laufende Berichte und Bilder vom Rennen, Radio und
Fernsehberichte zum Download und Presseberichte und wie jedes Jahr ein Film über
das ganze Rennen.
Total race distance is 222 km in 4 Tagen dabei sind insgesamt ca. 9800
Höhemeter zu überwinden!
Das Rennen findet in Destne v Orlickych Horach (Tschechei) vom 26. -
29.01.2011 statt
Vorbereitende Maßnahmen zu dem Rennen:
Heute habe ich schon mal bei unserem Veterinäramt angerufen und
mich wegen den geänderten Einreisbestimmung informiert. Die EU hat sich ja mal
wieder mit Ruhm bekleckert und sich mit einer neue Bestimmung für das Reisen mit
mehr als 5 Hunden ausgetobt. Das Veterinäramt macht sich jetzt auch schlau, denn
das erforderliche Formular zur Weitergabe über das internationale System ist
noch gar nicht vorhanden. Die ganze Aktion kostet etwa 15 Euro und ist wieder
mal ein Glanzstück unserer europäischen Verwaltung. Wer zu internationalen
Rennen ins Ausland fahren will, sollte sich da frühestmöglich schlau
machen.
Ausrüstung:
-
Longtrailschlitten Weschle Ultra mit Kettenbremse, Bremsmatte, 2
Schneeanker, 1 Schneeanker für die Leithundefixierung beim Halt, durchdachter
Schlittensack in dem Ausrüstungsteile gut getrennt und leicht auffindbar
transportiert werden können, Schleppleine (zum Starten und Schlitten unterwegs
fixieren)
-
Wärmeschutzmäntel für die Regenerationszeit der Hunde nach den
langen Etappen
-
gut sitzende Geschirre (auch Ersatzgeschirre)
-
pro Hund 2 paar Booties (falls sie doch benötigt werden)
-
komplette Ersatzzugleine, Karabiner
-
Für das Biwak Hochleistungskocher, Biwacksack,
Polarschlafsack
-
Stirnlampe mit mindesten 5 Stunden Leuchtzeit und zwei
Ersatzakkus
-
gute Fleece-Finger-Handschuhe und Fausthandschuhe zum
drüberziehen
-
guter Fleischwolf für die Zubereitung der Hunde-Snacks (eigenes
Rezept)
-
wird noch weiter ergänzt
Ergebnis:
90 Starter haben sich zu dem sehr anspruchsvollen Rennen
angemeldet. Die Ausfallrate war vom ersten Tag an sehr hoch und es haben nur ca.
50 % der Starter gefinnischt (sind das Rennen komplett durchgefahren). Mein Ziel
war es in erster Linie das Rennen durchzufahren - was ich nicht nur geschafft
habe, sondern es ist sogar ein 9. Platz geworden und ich bin sehr stolz auf meine
Hunde. Da sich die EU-Bestimmung hinsichtlich der Hundeanzahl doch noch etwas
gelockert haben, haben wir kurzfristig beschlossen weitere 5 Hunde mit zu nehmen
und diese in der Tourenklasse mit Patrick Durand starten zu lassen. Diese 5
Hunde sind mal gerade 23 Kilometer weniger als das Rennteam gelaufen und haben
mit 190 Kilometer eine sehr gute Leistung erbracht. Zu Hause geblieben sind
lediglich unsere beiden Hounds und Tozzy, die Ihre Welpen zu versorgen hatte.
weitere Informationen und Bilder können aus dem Rennbericht (<<siehehier>>)
entnommen werden ... oder direkt unter
www.czechlongtrail.com
und
http://www.czechlongtrail.com/2010/content-cz/zavodnici.php
Dann wollen wir noch vor dem Jahreswechsel
von 2010 zwei Sprintrennen bestreiten:
Diese Rennen dienen dazu unsere Hunde wie jedes Jahr an die Rennatmosphäre zu
gewöhnen bzw. die Gewöhnung zu erhalten. Zuschauer, Lautsprecheransagen,
Stake-Out-Platz mit vielen anderen Hunden, Aufregung, Transport im Hänger,
Stresssituationen, Startzeremonie ... das alles ist für Hunde ein
außergewöhnliches Spektakel und nur Hunde, die es gewöhnt sind, können
damit cool und gelassen umgehen. Auch das ist im Longtrail sehr wichtig ...
das 15. Internationale Schlittenhundewagenrennen in Oberndorf (bei
Rothenburg/Tauber) am 29.10.2010 - 31.10.2010
Allgemeine Information zu dem Rennen: Oberndorf
ist ein Sprintrennen über 7,5 Km und wir fahren dieses aus Tradition. Das gehört
für uns einfach zum festen Bestandteil unserer Rennaktivitäten. Es ist für alle
(Teilnehmer und Zuschauer) optimal organisiert und dieses Rennen hat auch einen
gewissen Stellenwert bei Mushern. Weitere Informationen und Ergebnisse finden
Ihr unter
http://www.sleddogfriends.de/index2.htm
Ergebnis:
Das Rennen war mit 90 Startern aus Deutschland und Österreich
und vielen namhaften Mushern sehr gut besetzt und alle konnten eine gute
Standortbestimmung für Ihre Hunde mitnehmen. Das Wetter war für die Zuschauer
hervorragend doch für die Hunde eher schlecht. Die Sonne kam heraus und es wurde
leider im Laufe des Tages sehr warm. Die Strecke wurde aus diesem Grund dann
auch verkürzt und das Rennen konnte gut zu ende gefahren werden. Ich bin bin in
der Klasse A NR (8 Hunde) zweimal mit verschiedenen Teams angetreten und konnte
in meiner Klasse den 1. und den 3. Platz belegen. Was für mich und meine Hunde
eine sehr gutes Ergebnis ist. Denn wir befinden uns zum Einen schon in den
Vorbereitungen für das Longtrailrennen und dann sind im zweiten Team unsere 11
jährigen (einer davon sogar im Lead) mit gelaufen. Auf deren 3. Platz bin ich
besonders stolz. Auf diesem Rennen habe ich auch wieder gesehen, das unser
Training greift und unser Hundetyp sich auf Sprintrennen keineswegs zu
verstecken braucht.
dann nehmen wir an der Deutschen Meisterschaft off Snow in
Reisenbach/Neckar Odenwald vom 27.11.2010 - 28.11.2010 teil.
Allgemeine Information zu dem Rennen: Auf
diesem Rennen wird der Titel des Deutschen Meisters off snow ausgefahren. Das
Sprintrennen geht in meiner Klasse über eine Distance von 11 Km auf einem
anspruchsvollen und bergigen Trail. Ich kenne diese wunderschöne Strecke durch
den Odenwald aus dem letzten Jahr von der Baden Württembergischen Meisterschaft
und will dieses Jahr noch die Deutsche Meisterschaft off snow mitnehmen,
bevor es dann endgültig auf die Langdistanz geht.
Ergebnis:
sie ist vorbei - die deutsche Meisterschaft off snow in
Reisenbach und verlief total verrückt für mich. Zuerst das Wetter ... off snow
hieß es :-) ... Nach der Anreise am Freitag habe ich mein Zelt bei Schneefall
aufgebaut und im Odenwald lag davon auch schon reichlich :-) - ich habe schon
Schneerennen mit weniger Schnee gesehen ... die Temperaturen waren optimal und
lagen bei bis zu -3 Grad. Ich dachte mir egal - das kennst Du von zu Hause, da
fährst du auch öfters bei 10 cm Schnee (zu wenig für den Schlitten) mit dem
Trainingswagen und es wird gefahren was an Strecke da ist. Ich hatte nur
Mitleid mit den Organisatoren die nun die Strecke und Zufahrtswege "schnee- und
eisfrei" machen mussten - was für eine verrückte Welt - Bei der
Musherbesprechung wies der Rennleiter - Arno Steichler - noch einmal extra
darauf hin mit Verstand zu fahren und gab die Strecke für alle Kategorien frei.
Die Organisatoren hatten viel zu tun und sie hatten alles im Griff. An den
kritischen Stellen standen für die Velo-Fahrer extra Helfer und die Strecke war
gut befahrbar - eine Meisterleistung - wie ich finde und bedanke mich hiermit
bei allen Helfern die da aktiv waren. Auch der Musherabend war wieder ein tolles
Erlebnis mit Essen bis zum abwinken bis hin zu den Sambatänzerinen, die den Saal
zum Kochen brachten :-) - außer dem hohen sportlichen Niveau stimmte also auch
alles andere ...
Doch nun zu meinen Problemchen in dem Rennen :-) - bei der
obligatorischen Überprüfung der Ausrüstung am Morgen stelle ich einen Platten
fest - wird repariert - habe ja genug Zeit. Meine Startzeit 14:20 Uhr lässt mir
genug Raum für solche Kleinigkeiten. 14:00 Uhr kontrolliere ich meine Bremsen
(eigentlich aus Langeweile) und stelle fest: kein Bremsdruck mehr! Also
Bremsen entlüften - es sind ja noch 20 Minuten für - Bremsen reparieren, Hunde
anziehen - einspannen und zum Start vorfahren - das reicht locker - also bleib
ruhig. Ich stehe pünktlich am Start und denke mir - jetzt kann es los gehen -
die erste Kurve etwas anbremsen, weil der Wechsel auf den anderen Weg glatt ist
- das sind knappe 200 Meter bis dahin und dann geht es weiter ... Meine Hunde
sind total motiviert - es war kalt und Schnee war auch da ... als mein "Ok" kam,
ging sie ab die Luzi - die Hunde sind so schnell losgelaufen, dass meine
Vorderachse in die Luft flog, die Zuschauer waren alle voller Matsch und ich
schoss auf die erste Kurve zu ... leicht anbremsen und rum gehts ... ich ziehe
die Bremse und ... wieder kein Bremsdruck mehr - na toll - die Kurve habe ich
wie ein Rallyefahrer quer triftend in vollem Lauf genommen ... ohne Bremsen mit
8 aufs Laufen wilde, kräftige und austrainierte Hunde - die komplette Strecke
vor mir ... ich habe Blut und Wasser geschwitzt, meine Beine taten mir vom
Bremsen mit der Kralle weh - aber ich habe es ohne Sturz überstanden und kam gut
im Ziel an. Ich konnte die Hunde nicht so laufen lassen und dementsprechend war
meine Zeit. Ich landete im hinteren Mittelfeld - aber egal ich habe die Fahrt
gut überstanden :-) - am Sonntag habe ich mir einen 45 Kg Trainingswagen
geliehen bei dem die Bremsen gingen. Gut er war 40 Kg leichter als meiner, aber
es wird schon gehen - dachte ich mir -
Schon der Weg zum Start war irre - der leichte Wagen konnte die
Hunde nicht halten - aber wieder egal - ich komme pünktlich zum Start - "OK" und
los geht es - diesmal habe ich ja Bremsen, also alles im Lot - dachte ich
zumindest ... der leichte Wagen war für meine an schwere Lasten gewöhnte Hunde
überhaupt keine Bremse und ich fuhr die erste Kurve komplett auf den
Hinterrädern an - meine Freunde haben mir erzählt, das sogar der Sprecher am
Start wortlos abgewartet hat, ob ich um die Kurve komme und danach sagte er: "OK
- so etwas sieht man wirklich nicht alle Tage ...". Bei jedem Hügel flog
der Wagen mehr als er fuhr und ich schoss irre über den Weg. Auf der langen
Abfahrt habe ich die Bremse voll gezogen - sie ging - doch die Hunde waren davon
völlig unbeeindruckt und liefen wie ungebremst den holprigen mit Schnee
bedeckten Waldweg im gestreckten Galopp hinunter - ich hatte alle Hände voll zu
tun drauf stehen zu bleiben - ... die Zielanfahrt - eine 90Grad-Kurve und du
bist durch ... dachte ich zumindest ... die Kurve, sauber genommen und es ging
mit ca. 35 Km/h Richtung Ziel ... ca. 150 m vor dem Ziel ein großer
Schlamm-Schnee-Haufen ... den habe ich mit dem rechten Vorderrad getroffen - der
leichte Wagen hebt ab, ich verliere die Trittbretter und in einer eleganten
Drehung überschlägt sich der Wagen um seine Längsachse drehend - mit mir
mehr oder weniger drauf - alles schlägt im Matsch auf - meine Hunde bleiben auf
Kommando abrupt stehen (dafür danke ich ihnen heute noch) - ich hoch auf die
Beine den Wagen wieder hingestellt und weiter ging es durchs Ziel ... mit einer
trotz Sturz sensationellen Zeit und so konnte ich mich um drei Plätze nach vorn
auf den 13. Rang vorschieben.
Ich denke nun an die Musher die immer mit solchen leichten Wagen
fahren ... nun - für mich ist das auf Dauer nichts - mit meinen 54 Jahren muss
ich mir den Hals nicht brechen - jetzt weiß ich auch warum die immer so schnell
sind :-) - Die Verbände sollten sich da echt mal ernsthafte Gedanken über die
"Mindestanforderungen" von Trainingswagen machen ...
Für meine schwer arbeitenden Langstreckenhunde bin ich hoch
zufrieden, zumal ich im 2. lauf auch einige Größen geschlagen habe. Wenn ich
schon im ersten Lauf mit dem leichten Wagen gefahren wäre - wer weiß wo ich dann
gelandet wäre :-) - das meine Hunde dann noch 50 Km weiter gelaufen wären,
interessiert auf Sprintrennen keinen - aber das wußte ich vorher.
Bei 132 Startern in dem hochklassigen Feld (Weltmeister,
Europameister, Alpirodgewinner ...) - es war eine
würdige deutsche Meisterschaft - ist ein 13. Platz in der Gesamtwertung und in
der Special scoring A1 (nr) den 6. Platz
für meine Langstreckenhunde
ein tolles Ergebnis ... Meine beiden Hunde Chinok und Tatonka verstärkten noch
ein Gespann von einem Freund und der ist in seiner Klasse ebenfalls im vorderen
Mittelfeld der Gesamtwertung mit gefahren ...
Ach ja verrücktes Rennen ... habe ich schon erwähnt dass außer
den Bremsen von meinem Trainingswagen noch die Liege im Zelt zusammengebrochen
ist, ein paar Handschuhe, 2 Geschirre, ein Segment von der Zugleine und zum
Schluss noch der Reisverschluss von meiner Hose drauf gegangen sind :-)
Es kann immer etwas kaputt gehen - aber dieses mal war es
einfach nur verrückt ...
Aus Zeitmangel wegen der umfangreichen Vorbereitung auf das
Longtrailrennen in der Tschechei verzichten wir dieses Jahr auf den Start an der
Mittel-Deutschen Meisterschaft.
Diese Seite wird noch weiter ergänzt ... vor allem wenn die
Ergebnisse vorliegen
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