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Warum soll man mit Gewalt rauben, was man in Güte durch Freundschaft und Liebe viel einfacher erhalten kann? ... (Wahundsonacook - Irokesse) Abenteuer Husky von Doreen Tillner Doreen hat selbst auch eine wunderschöne Homepage mit ganz
vielen Reisebeschreibungen und Tipps Huskys - Hunde die mein Herz eroberten
Es war der 7. März 2008, wir stiegen ins Auto und los ging es nach Altmannshausen, wo wir von den „Gotthardts“ und 28 Huskys erwartet wurden. Mir war schlecht und mein Herz schlug bestimmt zweimal so schnell. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir den Ort. Wir stiegen aus und schon ging ein mächtiges Bellen los. Hier soll ich mich auf den Hof getrauen, nie im Leben? Wir gingen erst einmal die Straße ein Stück weiter – aber was war denn das? Ein riesengroßer Hund, später stellte sich heraus, dass es Flaff(i) war, der das Grundstück bewachte und gerade Mal 18 Monate zählte. Wenn nicht in diesem Moment Leute aus dem Haus gekommen und Lutz bei mir gewesen wäre, ich glaube ich wäre sofort wieder ins Auto gesprungen. Doch die Angst war vollkommen unbegründet. Schon kurze Zeit später wurden wir mit den Hunden bekannt gemacht. Sie haben einen tollen Blick, wie sie mich so hinter ihrem Gitter anschauten. Ich hätte sie gleich knuddeln können. Kalt war der Blick auf keinen Fall, eher neugierig: Was bist denn du für eine? Ich fühlte mich sofort wohl und freute mich auf die erste Begegnung mit den Huskys.
Als das Lagerfeuer brannte und wir mit einem deftigen Grillabend den Tag ausklingen ließen, lauschten wir den lustigen Geschichten von Ralf und Mario. Aber es gab auch traurige Sachen zu hören, von Leuten, die ihre Hunde misshandeln, von Ländern wo die Huskys einfach verhungern. Wie kann man diese Tiere nur so behandeln? Sie tun keiner Menschenseele etwas, sie brauchen nicht viel, sie wollen einfach nur Laufen und ein paar Streicheleinheiten. Als ich dann im warmen Schlafsack in der Blockhütte lag, vielen mir die vielen Eindrücke des Tages wieder ein und ich konnte lange nicht einschlafen. Morgen sollte ich nicht auf dem Wagen sitzen, sondern mit hinten stehen. Ob ich das bringe? Mit dieser Frage schlief ich dann schließlich ein und wachte damit auch wieder auf. Es folgte das gleiche Spiel wie am Vortag, Hunde „halftern“ und zum Wagen bringen. Alle Huskys, die zurückbleiben mussten, jaulten und mir kam es so vor als sagten sie zu mir: Nimm mich doch auch mit, ich will auch rennen. Am liebsten hätte ich diese Huskys noch ein wenig geknuddelt und getröstet. Aber da erschallte schon der Ruf von Ralf: Aufsteigen! Wieder jagten wir über Felder, durch Wälder, Berge rauf und runter und wieder waren alle voller Freude dabei. Dann war es soweit, ich sollte den Trainingswagen lenken und unserem Gespann die Kommandos geben. Da tauchte schon das erste Problem auf, meine Hände reichten gerade so zur Bremse. Erstaunt war ich, als die Hunde dann nach rechts laufen sollten, ich laut „rechts“ sagte und das Gespann aus 8 Hunden wirklich nach rechts lief. PRIMA. Etwas später nahm Ralf den Platz ein, den ich am Vortag hatte, vorn auf dem Schlitten und ich stand ganz alleine hinten. Ich war hoch konzentriert und merkte gar nicht, wie weh mir die Hände taten, als es bergab ging und ich bremsen musste. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich kam wirklich wieder am Hof an. Danke an Ralf für die Unterstützung beim Bremsen und beim Mutmachen, wirklich hinten auf dem Wagen zu stehen. Ich hätte echt etwas verpasst. Ein großer Dank geht auch an Ute, die sich das gesamte Wochenende um uns gekümmert hat. Sie war immer da, es gab eine tolle Verpflegung. Sie kann es nicht verbergen, wie gern sie mit den Hunden zusammen ist und wie zufrieden, die Huskys mit ihr sind :-). Dank geht auch an Christiane, die mir geduldig alle Fragen beantwortet hat, an Mario, der uns mit vielen Geschichten in die Welt der Huskys entführt und an Yvonne, die voller Freude von ihren Hunden erzählt hat. Der größte Dank geht aber an die Huskys selbst, die geduldig die Anfängerin in mir akzeptiert haben. Ich habe euch in mein Herz geschlossen. Heute ist Montag, der 10.März 2008, ich schreibe diese Zeilen und bin traurig, dass alles vorbei ist. Eines ist aber sicher, einen kalten Blick habt ihr nicht, ihr seid die besten Hunde, die es gibt. Danke für das wunderschöne Wochenende auch wenn ich das erste Mal in meinem Leben Muskelkater in den Händen habe. Danke an Lutz für dieses einmalige Geburtstagsgeschenk. Bildergalerie (auf der Homepage von Doreen gibt es noch mehr Bilder) |
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